Die Gründung
Wie alles begann....
Neugründung 1956
Am 1.September 1956 wurde der Grundstein für
den neuen Schützenverein Sulz gelegt. Zu dieser Veranstaltung, die in das
Gasthaus "Linde" einbrufen war, kamen recht viele schießsportbegeisterte
Sulzer Bürger.
Die Versammlung wurde durch Peter Koblowsky und Gustav Steinle eingeleitet. Nach
langer Diskussion und Debatte wurde aus der Versammlung heraus der Verein
gegründet und durch offene Wahl die Vorstanschaft gewählt.
Vereinsführing bei der Neugründung:
1.Vorstand Peter Koblowsky
Stellvertreter und 1. Schießleiter Gustav Steinle
2.Schießleiter Oskar Röhm
Schriftführer Fritz Röhm
Kassierer Wilhelm Härter
Waffen- und Gerätewart Gustav Gayer
Bereits im Dezember wuden bereits 5 Rosen- und Scheibenschießen im Gasthaus
"Rößle" durchgeführt. Die Anlage mußte dazu jedesmal auf-
und abgebaut werden.
An der Gründungsfeier am 29.12.1956 im Gasthaus "Rößle" wurde auch der 1.
Schützenkönig (Helmut Röhm) ausgeschossen.
Zum Jahresende am 31.12.1956 wurde das 1.KK-Schießen auf der alten
Schießanlage im Feuchtental ausgetragen. Das Schriftführerbuch
vermerkt, dass 260 Schuß abgegeben wurden und 12 Mitglieder daran
teilnahmen.
Eine stetige Aufwärtsentwicklung war zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl
stieg, Preisschießen wurden durchgeführt. Ein Vergleichschießen
mit den benachbarten Vereinen Gechingen und Rohrdorf stand auf dem Programm 1958.
Ein erster Vereinsausflug mit privaten Kraftfahrzeugen nach Dettingen am Neckar
ebenso, verbunden mit einem Freundschaftsschießen.
Der Schießbetrieb hatte seine Probleme, mal wurde im Feuchtental, mal in
der "Linde" geschossen. Der Wunsch nach einer eigenen Anlage war groß. So
wurde die Bitte an die Gemeinde Sulz gestellt, eine Möglichkeit zu finden,
um eine feste Anlage bauen zu können. Im alten Steinbruch an der Kuppinger
Straße wurde dann das geeignete Gelände gefunden und mit der Gemeinde
ein Benutzungsvertrag abgeschlossen. Zum Leidwesen aller Schützen wurde die
alte Anlage im Feuchtental polizeilich gesperrt, da die Sicherheiteinrichtung
nicht mehr den neuen Bestimmungen entsprach. Luftgewehr konnte weiter in der
"Linde" geschossen werden. Um möglichst bald den Schießbetrieb wieder
aufnehmen zu können, wurde ein gebrauchtes Bienenhaus gekauft. Der Abbau und
der Aufbau erforderte viel Zeit, und die Schießanlage mußte auch noch
hergerichtet werden. Planierungsarbeiten wurden durch die Fa. Mast, Steinbruch,
und durch großen persönlichen Einsatz einiger Mitglieder konnten 2
KK-Bahnen und 3 LG-Stände eingebaut werden.
Lange Jahre diente der "EHMENSTAND" im Wechsel mit der "Linde" als
Schießstätte.
Im Jahr 1967 wurde die Stromversorgung unter der Leitung von Rudi Büchner
und seinen Helfern fertiggestellt und ein gelungenes Fest in die
Vereinsgeschichte eingetragen werden.Nach längerer Krankheit der
Lindenwirtin mußte der langjährige Schießbetrieb auf der
Kegelbahn eingestellt werden. Einen Ersatz dafür wurde in der Gemeindehalle
im Keller gefunden.
Neubau des Schützenhauses
Schwerpunkt im Jahre 1969 lag bei der Planung für das neue Schützenhaus
im Steinbruch. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 6.12.1969
im Gasthaus "Schiff" lag bereits ein Vorentwurf vor. Vorstand Horst Freund
erläuterte an Hand von Dias das geplante Schützenhaus, so das sich
jeder seine Meinung über das Bauvorhaben machen konnte. Die Diskussion
dauerte lange nach Mitternacht und die geheime Abstimmung bei 23
Stimmberechtigten ergab folgendes Ergebins: 19 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 3
Enthaltungen. Somit war es beschlossene Sache, ads Schützenhaus in der
heutigen Form zu bauen. Der Kostenvoranschlag sah ca DM 66 000,- Gesamtkosten
vor.
Im Oktober 1971 war es endlich soweit. Der rote Punkt wurde erteilt. Vor dem
Winter wurde noch die Baugrube ausgehoben und im Frühjahr konnte dann der
Keller mit einem großen Einsatz an Maschinen und Personal der Keller
betoniert werden. In den nächsten Wochen wurde dann gemauert, Gurte
eingeschalt, armiert und Bauholz eingelagert. Paul Roller und 5 Mann richten das
Bauholz her, 16 Mann betonieren die Gurte aus. Die Zeit drängt, am 10.6.
soll Richtfest sein. Der Termin kann gehalten werden, um 7 Uhr sind alle Helfer
auf der Baustelle. Nach großem Arbeitseinsatz ist das Dach um 18 Uhr
aufgeschlagen und um 19 Uhr kann Paul Roller den Richtspruch halten. Ca. 70
gasgefüllte Ballone werden im Beckenbartle aufgehängt und zum Teil mit
Karabinern abgeschossen. Die Schützenfrauen sorgen mit einem ausgezeichneten
Gulasch für den Richtschmaus. Das Fest dauert noch lange bis nach
Mitternacht.
Die Arbeiten gingen zügig voran, das Dach, der Innenausbau erfolgt und so
manche Stunde nach Feierabend wird im Schützenhaus gehämmert, gehobelt,
verputzt und gestrichen. Nach inbetriebnahme der Heizung wurde ein "Heizer-Fest"
gefeiert. Mit Hilfe der Fa. Mast und Fa. Böttinger wurde für die
Wasserversorgung einen Graben von ca 600m vom Steinbruch bis zum
Schützenhaus gezogen. Das verlegen von Wasserleitung, Strom- und
Telefonkabel führte der Verein ebenfalls in Eigenleistung durch. Für
die offizielle Abnahme durch den Schießsachverständigen aus Karlsruhe
war der Termin auf den 7.6.1974 festgesetzt. Bis dahin mußten alle
schießtechnischen Arbeiten beendet sein. Bis zur Abnahme war in Tag- und
Nachteinsatz noch vieles zu tun. Bauchweh hatten alle - um 14 Uhr war Termin zur
Abnahme. Nennenswerte Beanstandungen gab es nicht. Jeder war froh, als das
Abnahmeprotokoll unterzeichnet war.
Zum Eröffnungsschießen vom 17.-17.6.1974 waren aus den Kreisen Calw
und Böblingen 124 Schützen angereist. Die 3 Tage verliefen zur vollen
Zufriedenheit der Gastgeber sowie der GÄste. Nicht nur Schützen waren
anwesend, sondern auch viele Besucher aus Sulz und Umgebung.
